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12 | 12 | 2018
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» Das grüne Wahlprogramm | Wohnen und Arbeiten
 

Wohnen und Arbeiten

Die Stadt muss mehr dazu beitragen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Die weitere Versiegelung von Flächen für Wohnbebauung, Gewerbe und Verkehr muss eingeschränkt werden.

» Gestaltungssatzung
» Sozialer Wohnungsbau
» Mehrgenerationenhaus
» Gewerbegebiete
 



Die Wiederaufnahme des sozialen Wohnungsbaus in den kommenden Jahren und die Bereitstellung von 12 Mio € dafür in den Jahren 2016 bis 2019 ist ein erster Erfolg. Weiter hat Bündnis 90/Die Grünen die Aufhebung von ökologisch unsinnigen Bebauungsplänen (Popens/nordwestlich Schoolpad) erreicht.

Nach Berechnungen der Stadtverwaltung werden bis 2030 rund 2.000 zusätzliche Wohnungen in Aurich benötigt. Nach wie vor ist die Nachfrage nach Grundstücken für Einfamilienhäuser hoch. Bevor jedoch weitere Flächen, die oft in Wallheckenlandschaften liegen, für Bauland erschlossen werden, sind Möglichkeiten der Verdichtung bestehender Siedlungsgebiete zu prüfen.



Gestaltungssatzung

 Um diese Verdichtung so durchzuführen, dass Neubauten sich in bestehende Siedlungsstrukturen einpassen, sind alte Bebauungspläne zu überarbeiten. Die Verdichtung ist ein Weg, eine weitere Versiegelung von Böden durch Bebauung einzuschränken. Dies soll im Rahmen einer Gestaltungssatzung geschehen, die soziale, ökologische und gestalterische Belange miteinander in Einklang bringt.

Ergänzend wollen wir erreichen, dass mittelfristig eine Gebühr für die Abführung des Oberflächenwassers erhoben wird, um so die Eigentümer von Wohngebäuden zu motivieren, statt einer Pflasterung auf ihrem Grundstück z. B. einen Teich vorzusehen.


Sozialer Wohnungsbau

Während im mittleren und höheren Preissegment in Aurich in den letzten Jahren viele Wohnungen entstanden sind, ist die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum nach wie vor hoch. Diese Nachfrage wird in den nächsten Jahren zunehmen durch die Flüchtlinge, die in Aurich bleiben und hier eine Wohnung zugewiesen bekommen oder sich selbst eine Wohnung suchen. Es sind neben Hartz-IV-Empfänger*innen vor allem alleinstehende Berufseinsteiger*innen und Rentner*innen sowie Familien mit mehreren Kindern, die kaum preiswerte Wohnungen in der Stadt finden.

Genauso dringend sehen wir den Sanierungsbedarf bei Mietwohnungen für einkommensschwache Familien, deren Wohnungen und Wohnumfeld bis hin zu gesundheitlichen Gefährdungen unzumutbar geworden sind. Zusammen mit denzuständigen Sozial-und Gesundheitsämtern wollen wir darauf hinwirken, dass sich die Wohnqualität entscheidend verbessert und die Wohnungsbau- gesellschaften aufgefordert werden, die prekären Wohnverhältnisse zeitnah zu beenden.

Um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen haben wir erreicht, dass im Zeitraum 2016 bis 2019 100 Wohnungen durch die Stadt gebaut und zu einem günstigen Mietpreis vermietet werden. Dieser erste Erfolg reicht aber noch nicht aus, da in den verbleibenden 11 Jahren noch einmal mehr als 1000 Sozialwohnungen entstehen müssen. Wir werden alle Möglichkeiten nutzen, in diesem Sinne weiter aktiv zu sein.

Der Planung von innenstadtnahem Wohnen zu bezahlbaren Preisen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Sie trägt zum einen dem demografischen Faktor einer älter werdenden Bevölkerung in Aurich Rechnung und zum anderen sorgt sie für die Belebung der Innenstadt.


Mehrgenerationenhaus

Wir wollen nach Wegen suchen, wie große Komplexe, die eventuell mittelfristig frei werden - wie etwa am Pferdemarkt - z. B. zu einem Mehrgenerationenhaus mit der notwendigen Infrastruktur umgebaut werden könnten. Die Nähe zum Familienzentrum wäre ein weiterer positiver Aspekt für so ein Projekt. Die Realisierung könnte in Form einer Wohnungsbaugenossenschaft erfolgen.

Auch auf dem Kasernengelände stehen weitreichende Möglichkeiten zur Verfü- gung, um solche Projekte zu realisieren. Wir verfolgen das Ziel, dass die Nutzung vorhandener Bausubstanz, ihre Sanierung und Umbau vor Neubau gehen.


Gewerbegebiete

In Aurich sind in den letzten Jahren viele neue Arbeitsplätze in den neuen Gewerbegebieten Schirum und Sandhorst entstanden, die mit vergleichsweise hohen Gewerbesteuereinnahmen verbunden waren. Dadurch haben wir Investitionen insbesondere im sozialen Bereich unterstützt, wie z. B. Kinderkrippen, Kindergärten, Schulen, Feuerwehr. Über die Freistellung von Kindergartengebühren konnte ein Teil der Einnahmen direkt an junge Familien weitergegeben werden.

Mit der Ausweisung von neuen Gewerbeflächen muss aber immer zwischen den wirtschaftlichen und ökologischen Belangen abgewogen werden. Dabei haben wir uns nicht immer durchsetzen können, bestehende Wallhecken und Bäume zu erhalten, weil Ratsmehrheit und Verwaltung dagegen standen.

Wir werden weiterhin darauf dringen, die ökologischen Aspekte bei der Schaffung von Gewerbeflächen höher zu bewerten, indem wir mehr Transparenz in der Information und Alternativen in der Planung und Umsetzung für die Bürger*innen einfordern.

Gewerbegebiet Nord

 
 
 
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Letzte Aktualisierung: Februar 2018
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