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12 | 12 | 2018
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» Das grüne Wahlprogramm | Verkehr und Mobilität
 

Verkehr und Mobilität

Richtschnur für Maßnahmen im Bereich der Mobilität (Radverkehr, Bus, Eisen- bahn, Autoverkehr, Parkplätze) sind die Lebensqualität der Bürger*innen und der Schutz von Natur und Umwelt.

» Fahrradland Ostfriesland
» Innenstadt
» Pferdemarkt
» Lärm
» Ostumgehung
» Stadtumgehung / B 210n
» Bahn
» Busverkehr
» Rufbus
 



Während das riesige Straßennetz verfällt, weil nicht genügend Geld zur Bauunterhaltung bereitsteht, werden stetig weitere Straßen gebaut. Und das in einem Land, das eines der dichtesten Straßennetze in Europa hat. Der Bahnausbau steht hierbei ebenso im Schatten der Straße, wie der Ausbau der Radwege – obwohl letztere gerade in ländlichen Räumen wie Ostfriesland dringend notwendig sind.



Fahrradland Ostfriesland

Fahrradwege sind mehr als nur Abfallprodukte des Straßenbaus. Durch einen Fahrradverkehrswegeplan wollen wir erreichen, dass ein eigenständiges Radwegenetz entsteht und Fahrradwege auch unabhängig von Straßen geplant werden. Auf unsere Initiative hin ist Aurich Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Niedersachsen (AGFK) geworden.

Wir wollen erreichen, dass unsere Stadt bis spätestens 2019 das Zertifikat einer fahrradfreundlichen Kommune erwirbt. Das Label wird von der AGFK vergeben. Bis dahin müssen die notwendigen Bedingungen zum Erwerb dieses Zertifikats erfüllt werden.

Wir haben begonnen, die Attraktivität und die Sicherheit des Fahrradverkehrs zu verbessern, indem wir u. a. Radwege auf städtischem Gebiet neu ausweisen, ausbauen oder neu bauen. Hierzu gehört beispielsweise auch der Radweg von Wiesens an der L 34 nach Brockzetel. Für uns steht die Sicherheit der Fahrradfahrer*innen an erster Stelle.
 
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Innenstadt

Im innerstädtischen Bereich wollen wir z. B. die Lilien- und Wallstraße als Fahrradstraßen ausweisen. Die Fußgängerzone soll in Teilen für den Radver- kehr geöffnet werden, z. B. in Form von Mittelfahrspuren. So schlagen wir vor, in der Norderstraße die Mittelspur von 4 m auf 2 m zu verengen und auf Radwegepflasterung umzustellen. Die Seitenbereiche – heute eng und oft genug mit Verkaufsständen verstellt – können dann großzügig erweitert werden.

Um sich auch unabhängig vom Fahrrad in der Innenstadt bewegen zu können, wollen wir zusätzlich zu den Fahrradständen am Schloss und am ZOB an weiteren zentralen Stellen Möglichkeiten zum Abstellen schaffen, wie z. B. an der Burgstraße oder am Marktplatz.

Zusätzlich wollen wir Ladestationen für E-Bikes einrichten. Durch solche Maß- nahmen soll der Innenstadtbereich attraktiver für Fußgänger*innen und Fahrradverkehr gestaltet werden, wie es viele niederländische Städte heute schon vormachen.

Wenn mehr Leute mit dem Rad in die Stadt kommen, wird das die Straßen im Innenstadtbereich vom Autoverkehr entlasten. Zudem würde sich die Park- platzsituation in Aurich entspannen, wenn mehr Kunden und Beschäftigte motiviert werden könnten, auf das Auto zu verzichten.


Pferdemarkt

Die Pferdemarktkreuzung ist ebenfalls zu verbessern. Hier sind bei einer Neu- planung vor allem die Interessen der Radfahrer*innen und Fußgänger*innen stärker zu berücksichtigen als derzeit. Gerade für Kinder und ältere Leute ist die Überquerung der Pferdemarktkreuzung derzeit in höchstem Maße gefährlich. Wir wollen erreichen, dass sich die Sicherheitsbedingungen für diese Verkehrsteilnehmer*innen entscheidend verbessern.

Es ist dringend geboten, den Straßenverkehr auf den Bundesstraßen durch die Stadt durch „Grüne Wellen“ zu verbessern und den Verkehr flüssiger zu gestalten durch technische Möglichkeiten, wie Informationen zur Länge der Ampel- phasen und Geschwindigkeit. Dadurch würde ein erheblicher Teil an Treibstoff, Lärm, Abgasen und Nerven eingespart.


Lärm

Um insbesondere die Lärmbelastung durch den zunehmenden Durchgangsverkehr in den Ortsteilen Wiesens, Popens und Egels zu minimieren, setzen wir uns stattdessen dafür ein, dass verkehrslenkende Maßnahmen und Temporeduzierungen auf 30 km/h insbesondere für den Schwerverkehr geprüft und umgesetzt werden.


Ostumgehung

Bei der Ausweisung neuer Wohngebiete wollen wir erreichen, dass die Verkehrsentwicklung der Ziel- und Quellverkehre mitbedacht und geplant wird. Wir wollen verhindern, dass durch Sachzwänge im Nachgang innerörtliche Entlastungsstraßen gebaut werden. Darum lehnen wir eine sogenannte Ostumgehung (die Verlängerung der Sanhorster Allee bis zum Schoolpad in Popens) ab, da sie vor allem den Durchgangsverkehr vom Südeweg in Richtung B 72 aufnehmen würde. Die Freilächen, welche die Ortsteile optisch voneinander trennen, dürfen nicht zu Vorbehaltsflächen für innerörtliche Umgehungsstraßen werden.

Wir wollen die Durchlässigkeit für Fahrrad- und Fußgängerverkehre erhöhen, um durch kürzere Wege die Nutzung von Fuß und Fahrrad attraktiver zu machen. Bestehende Initiativen zum Car-Sharing finden unsere volle Unterstützung. Auch solche Initiativen sind geeignet, die Fläche für abgestellte Fahrzeuge zu verringern. Zur Unterstützung wollen wir gesonderte Parkplätze für diese Fahrzeuge in der Innenstadt ausweisen.


Stadtumgehung / B 210n

Mit solchen intelligenten Lösungen entfällt auch die Notwendigkeit einer Stadtumgehung, die nicht nur riesige Wallheckenlandschaften und landwirtschaftliche Flächen zerstören, sondern auch die Lebensqualität vieler Anwohner*innen nachhaltig beinträchtigen würde.

Wir unterstützen daher alle Initiativen, die gegen die B 210n kämpfen und werden unser Möglichstes zur Verhinderung der Straße und zum Erhalt von Natur und Landschaft tun. Die Ablehnung der B 210n ist für uns nicht verhandelbar.
 
  


Bahn

Während der Güterverkehr auf der reaktivierten Bahntrasse Aurich – Abelitz heute schon die Straßen spürbar entlastet, fehlt ein angemessener öffentlicher Personen(nah)verkehr (ÖPNV). Wir halten eine Stadtbahnanbindung zwischen Aurich und Emden für eine echte Innovation.

Eine Stadtbahn ähnelt einer Straßenbahn, fährt aber auf der Spurweite der normalen Eisenbahn. Sie ist effizienter und wendiger als eine herkömmliche Personenbahn und hat kürzere Brems- und Anfahrtswege. Mehrere Haltestellen, z. B. Tannenhausen-Industriegebiet, Aurich-Innenstadt (nahe dem geplanten neuen Kino und Sparkassenarena), Walle, Georgsheil/Abelitz usw. sind möglich.

Vor allem in der Touristensaison, aber auch für Pendler*innen zwischen Em-den und Aurich ist diese Option interessant. Die Auricher Sparkassenarena wäre ebenso angebunden wie die Emder Nordseehalle. Als attraktive Alternative zum Bus würde auch der Fernverkehr profitieren. Als Zubringer wären Paris in 8, Berlin in knapp 6, Düsseldorf und Hamburg in knapp 4 Stunden erreichbar.



Busverkehr

Busse gehören weiterhin zu den wichtigsten Verkehrsträgern. Wir wollen die Vernetzung auf Langstrecken mit Anbindung an das Fernbussystem vorantreiben z. B. mit einer Direktverbindung nach Oldenburg.

Die Zusammenarbeit der Verkehrsverbünde spielt für uns dabei eine zentrale Rolle, zu der auch der Verkehrsverbund Ems-Jade (VEJ) gehören muss. Neben attraktiven Fahrplänen - auch zu Tagesrandzeiten - gehört weiterhin ein Ticketverbund, so dass man z. B. mit dem Niedersachsenticket auch den Bus benutzen oder sich mit einem einzigen einzigen Busticket über die Grenzen der Verkehrsverbünde hinweg bewegen kann.



Rufbus

Als Ergänzung zum ÖPNV, dem regionalen Busverkehr sowie zum Fahrrad soll der Anrufbus dazu beitragen, Auricher Bürger*innen zu motivieren, auf das Auto zu verzichten und Menschen ohne Auto die Möglichkeit eröffnen, mobil zu sein. Allerdings besitzt der Anrufbus noch nicht die gewünschte Akzeptanz in der Bevölkerung.

Versuche von unserer Seite, das Konzept des Anrufbusses von einem externen Planungsbüro überprüfen zu lassen und dabei entweder das bestehende Konzept zu optimieren oder Alternativen zu entwickeln, konnten wir bisher nicht durchsetzen. Der Anrufbus bleibt aber – wie der Fahr- radverkehr - zentrales verkehrspolitisches Thema der nächsten Wahlperiode.


 
 
 
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Letzte Aktualisierung: Februar 2018
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