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12 | 12 | 2018
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Umwandlung der Blücher-Kaserne in ein ökologisches Stadtviertel

Liebe Bürger*innen!
Wir stellen Ihnen hier unsere Ideen und Ziele für die Umwandlung der Blücher-Kaserne in ein ganz neues Stadtviertel vor. Es soll ein ökologisches Musterviertel werden, mit viel Grünflächen, preiswertem Wohnraum und einigen Spezialitäten, die so bisher nirgends in Aurich verwirklicht wurden und die für eine besondere Aufwertung Aurichs insgesamt führen könnten.

» 1. Wohnraum
» 2. Verkehrswege innerhalb des Geländes
» 3. Naturbelassener Wald und „Friedens-Allee“
» 4. Mehrzweck- und Freizeitgebäude
» 5. Sport und Spiel
» 6. Einrichtungen für Zivil- und Katastrophenschutz
» 7. Ein „echtes“ Stadtwerk
» 8. Kunst- und Kulturhaus
» 9. Einkaufen und Versorgung
» 10. Stadtpark und „Auricher Gärten“
» 11. Bildung in neuer Dimension – Chance für die Jugend
» Download Broschüre als PDF
 



Die ehemalige Kaserne umfasst ein nahezu 40 ha großes Areal im Nordosten der Kernstadt und grenzt an Sandhorst im Norden und Wallinghausen im Osten. Wir wollen dieses Gebiet in ein ökologisches Musterviertel verwandeln, mit bezahlbarem Wohnraum, viel Grünflächen und jeder Menge Extras, einschließlich eines Fachhochschulteils. Wie das im Einzelnen aussehen könnte, erläutern wir hier.

Voll erschlossen mit Straßen, Leitungen und Rohrsystemen und einem riesi-gen Gebäudebestand spart die Stadt viel Geld durch Sanierung und Umbauten im Vergleich zu neuer Landerschließung oder einem Neubau einer derartigen Menge an Häusern, Straßen usw. ... Es wäre eine enorme Geldverschwendung, diese einmalige Chance nicht zu nutzen.

Grundsätzlich sollte die Stadt aber sehr darauf achten, dass Investoren dieses Gelände nicht ausschließlich unter Verwertungsaspekten sehen. Insofern muss sie die Kontrolle über Planung und Ausführung behalten. Denn wir wollen, dass die Entwicklung dieses künftigen Stadtteils dem Gemeinwohl dient.


1. Wohnraum

Wie auf dem Plan ersichtlich, soll die Masse der Gebäude in Wohnraum verwandelt werden. Hierbei ist auf eine gute Durchmischung
zwischen Miet-und Eigentumswohnungen zu achten und auf verschiedene Nutzergruppen, sowohl für Jüngere als auch für Ältere, für einkommensstarke ebenso wie für Einkommensschwache, für Familien und Alleinerziehende.

Hier kann schnell und effizient eine große Menge Wohnraum in Aurich zur Verfügung gestellt werden. Wenn möglich, sollte die Stadt hierzu eine eigene Wohnungsgesellschaft gründen. Denn der private Markt schafft nicht genü­gend preiswerten Wohnraum und erst recht nicht für einkommensschwache Nutzergruppen.

Einzelhäuser entstehen bereits genug in den Außenbereichen Aurichs. Wenn wir den Flächenverbrauch jedoch verringern wollen und zugleich Menschen berücksichtigen, die wirklich nur eine Wohnung suchen und kein Haus, dann ist der Umbau der vorhandenen Großgebäude die beste Lösung. Von kleinen 2-Zimmer-bis hin zu Viel-Zimmer-Wohnungen, großen und kleinen Dach­wohnungen ist dabei alles möglich. Balkone können bei Bedarf ebenso ange­baut werden wie Fahrstühle.

Sanieren ist dabei nur halb so teuer wie neu bauen. Bis auf die hinteren drei H-förmigen Gebäude haben alle anderen eine so gute Bausubstanz, dass sie gut erhalten werden können. 


2. Verkehrswege innerhalb des Geländes

Der neue Stadtteil, der hier entsteht, ist sowohl von der Esenser Straße als auch vom Hoheberger Weg aus gut erreichbar. Die auf dem Plan grau eingezeichnete Skagerrakstraße bildet dabei die Durchgangsstraße. Ein „Durchrasen“ wird nicht möglich sein, da Geschwindigkeitsbeschränkungen durch 90°-Kurven bestehen und weitere Maßnahmen der Verkehrsberuhigung zur Hebung der Wohnqualität ergriffen werden.

Die zentrale Allee mit ihrem wunderschönen Baumbestand wird als Anwoh­ner-, Spiel-und Fahrradstraße ausgestaltet. Dies erhöht den Wert der ruhigen Wohnlage. Von hier aus führen bereits heute kleine Stichstraßen in alle Teile des Geländes. Diese werden mit geringfügigen Änderungen beibehalten. 


3. Naturbelassener Wald und „Friedens-Allee“

Wer das Gelände betritt, wird sofort von der herrlichen und langen Allee beein­druckt. Sie wird in Form einer Anwohner-und Fahrradstraße verkehrsberuhigt sein und nicht dem Durchgangsverkehr dienen (dafür ist die Skagerrakstraße da, die hinter dem FH-Gebäude verläuft).

Von dieser von uns „Friedensallee“ genannten Straße zweigen dann weitere Rad-und Gehwege ab. Insgesamt wirkt die Anlage dadurch grün, offen und großzügig – und genau diesen Charakter soll sie auch ausstrahlen.

Auch die große Grünfläche im Süden des Geländes, entlang des Hoheberger Weges, soll weiterhin Grünland sein. Wir planen hier einen Stadtpark bzw. die „Auricher Gärten“, die unter Punkt 10 näher beschrieben werden.

Ein besonderes Stück Natur finden wir aber im Norden der Anlage. Hier hatte der Zaun ein Stück des Sandhorster Waldes abgetrennt. Durch die jahrzehn­telang ausbleibende forstwirtschaftliche Nutzung konnte sich dort eine re­lativ unberührte Vegetation entwickeln, in der u. a. Fledermäuse eine Heimat gefunden haben.
Dieser Wald, auch wenn er nicht originär zum Kasernengelände gehört, soll deswegen unbedingt erhalten und ohne forstwirtschaftliche Nutzung bleiben. Ein kurzer Naturlehrpfad ab Eingang des Atriums soll seinen Wert betonen. 


4. Mehrzweck- und Freizeitgebäude

Zu den „Mehrzweckgebäuden“ gehören das ehemalige Offiziers-und das ehe­malige Mannschaftsheim. Ersteres bezeichnen wir mit dem Arbeitsbegriff „Atrium“, letzteres als „Dorfplatz“.

Das „Atrium“ – so genannt nach der typischen Gebäudeform und dem klei­nem quadratischen Innenhof – verfügt über einen riesigen Fest-und Tanzsaal, Räumlichkeiten für Bar und Küche, Speise-und Gesellschaftsräume, einer brei­ten überdachten Terrasse direkt am Waldrand und dem schon erwähnten klei­nen Innenhof. Hier könnte z. B. eine Diskothek sein (wegen des Tanzsaales) oder ein Restaurant.

Das Atrium-Haus ist ein gesellschaftlicher Platz für die umliegende Wohnsiedlung, ein Treffpunkt für „Speis und Trank“, für Spiel, Tanz und andere Freizeitgestaltung.

Das zweite Gebäude ist der „Dorfplatz“. Zentral in dem neuen Stadtteil gelegen, wünschen wir uns hier einen Bäcker, einen großen Kiosk, eine kleine Poststelle, verschiedene Lokale (wie auf dem ehemaligen „Dorfplatz“ im Carolinenhof ) und ggf. eine Mensa (s. a. Punkt 14). Weiter oben gelegene Räumlichkeiten sind als zusätzlicher Wohnraum nutzbar.
 
  


5. Sport und Spiel

Wie auf dem Bild unten deutlich sichtbar, sind großzügige Sportanlagen vorhanden und eine heute schon viel von Vereinen genutzte Turnhalle. Aurich sollte sich diese Kapazitäten nicht entgehen lassen und unbedingt weiternutzen.

Zusätzlich besteht Raum für weitere Sportarten: z. B. Tennis, Bogenschießen, Outdoor-Skaten oder Reiten. Bei schlechtem Wetter bieten zudem 2 geräumige Hallen Platz. Durch deren Umrüstung wären zusätzliche Kapazitäten für alle Hallensportarten möglich.

Ein weiterer Pluspunkt sind die bereits vorhandenen Parkplätze. So sind auch größere Veranstaltungen möglich, wie z.B. Fußballturniere am Wochenende oder Hallenmeisterschaften.



6. Einrichtungen für Zivil- und Katastrophenschutz

Im Nordosten des Geländes sehen wir moderne Fahrzeughallen, große Stell­plätze, Kfz-Wartungsgruben und Räumlichkeiten für Werkstätten.
Hier besteht die Möglichkeit die Zivil-und Katastrophenschutzeinrichtungen, wie z. B. das THW oder die Kreisbereitschaft des DRK oder ähnliche Einrich­tungen anzusiedeln. Kostengünstiger und zentraler geht es kaum. 


7. Ein „echtes“ Stadtwerk

Das ehemalige Kesselhaus ist in der Lage, alle Gebäude mit Wärme zu ver­sorgen. Das ganze neue Stadtviertel kann also von hier aus versorgt werden.

Dies ist daher für uns der ideale Ausgangspunkt ein „echtes“ Stadtwerk zu gründen. Das Gebäude neben dem Funkturm kann hierzu zusätzliche Techniker und Verwaltung aufnehmen und auch die Stellflächen für Wartungs­fahrzeuge sind schon vorhanden.
Mit der Lieferung von Wärme können die Stadtwerke also sofort starten. Zusätzlich kann jedoch mittelfristig auch Strom bereitgestellt werden. Hierzu bildet der Zukauf vorhandener Windenergieanlagen eine Möglichkeit, aber ganz besonders sind hierfür die Dächer des Kasernengeländes geeignet. Denn wie auf dem Luftbild erkennbar, handelt es sich hier um die größten Schrägdachflächen von Aurich und viele davon mit Südlage. Ideale Bedingun­gen für Photovoltaik und Solarenergie.

Der große Funkmast kann ebenfalls genutzt werden. Vom Fernsehen über Funk und Telefonie bis zum Internet bestehen hier Möglichkeiten, die Angebote der Stadtwerke langfristig auch um diese Bereiche zu erweitern.


8. Kunst- und Kulturhaus

Im Süden der Anlage soll der Stadtpark bzw. die „Auricher Gärten“ entstehen. Und dieser umgibt dabei das „Künstlerhaus“. Auf einem kleinen Hügel mit altem Baumbestand gelegen, bietet das dortige Gebäude vielseitige Räume. Hier können Ausstellungen stattfinden, Literaturabende und Vortragsveran­staltungen. Theater-und Probenräume sind ebenso einrichtbar, wie Künstler­werkstätten, Lagerräume oder ein Kunstgeschäft.

Eingangshalle, Garderobe und Toiletten sind schon jetzt für eine größere Besucherzahl vorhanden. Bar oder Café, sowie ein schönes Kaminzimmer
und Räumlichkeiten für eine Küche runden das Angebot ab. 
 
  


9. Einkaufen und Versorgung

Der neue Stadtteil Ex-Blücher-Kaserne könnte seinen Bewohner*innen auch eine kleine Einkaufsmöglichkeit vorhalten. Hierzu bietet sich der bereits geteerte Platz direkt am Hoheberger Weg an, denn damit würde auch der umliegende Bereich versorgt werden können.

Es muss kein großer Einkaufsmarkt sein. Bei entsprechendem Bedarf reicht ein 800 m²-Markt. Die Parkplätze dafür sind heute schon vorhanden. Und im Gegensatz zu anderen Supermarktplänen in Aurich muss hier weder Natur versiegelt, noch eine zusätzliche verkehrliche Anbindung geschaffen werden. 


10. Stadtpark und „Auricher Gärten“

Ein Stadtpark ist das, was sich viele Auricher*innen – und nicht nur die Älteren, wie wir bei Umfragen gehört haben – wünschen.
Um einen zentralen See herum könnten sich gemütliche Gehwege schlängeln. Parkbänke und Sitzecken laden zum Verweilen ein. Wiesen bieten Freiräume, Beete, Buschgruppen und Bäume lockern den Anblick auf. Ein künstlicher Flusslauf belebt und lädt Kinder zum Spielen ein.

Mit der Erde aus dem See wird zum einen eine Wallhecke entlang des Hohe­berger Weges angelegt, andererseits eine Hügellandschaft. Im Winter kann der Hügel als Rodelberg dienen und der See als Schlittschuhfläche. Natürlich darf auch ein Spielplatz nicht fehlen.

Ein Teil des Stadtparks wird als „Auricher Gärten“ gestaltet, nach dem Vor­bild des „Parks der Gärten“ in Bad Zwischenahn. Gartenbaubetriebe können Parzellen der Gesamtfläche erhalten, nach ihren Vorstellungen gestalten und so auch für sich werben. 
 
  


11. Bildung in neuer Dimension – Chance für die Jugend

Das Hauptbauwerk– ehemals „Divisionsgebäude“ genannt – ist auch heute noch der größte Ziegelbau Ostfrieslands. Und hier hinein soll die Fachhochschule Ostfriesland -Zweigstelle Aurich ziehen. Die anderen Zweigstellen sind die FH Emden und die Seefahrtsschule Leer, welche heute die FH Emden-Leer bilden. Wir wollen die Erweiterung zur FH Ostfriesland mit den Fachbereichen
  • Elektrotechnik
  • Informatik
  • Maschinenbau, Fachrichtung erneuerbare Energien
Die FH Zweigstelle Aurich wird äußerst belebend für die Stadt sein, bremst den „brain drain“, also die Abwanderung junger Leute, stärkt den Wirtschafts­standort Aurich und fördert das gesamte Bildungswesen unserer Stadt. Die wesentlichen vorhandenen Komponenten sind dabei:
  • Firmen von Weltklasse mit z. T. eigenen Forschungseinrichtungen
  • das EEZ mit hochmodernen Laboren auf Universitätsstandard und der Lehrkräfteausbildung
  • engagierte Schulen mit hervorragendem Ruf
Wir haben auf dem ehemaligen Kasernengelände den Raum und die Gebäude für einen FH-Zweig Aurich: Vom zentralen Lehrgebäude (breite Flure und Treppen, Platz für Hörsäle, einer schmucken kleinen Aula) über Wohnheimkapazitäten, einer Mensa, einem Campus und den Sportanlagen bis hin zu Parkplätzen. Mit den nachfolgneden Fotos visualisieren wir für Sie diesen Plan ...





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Letzte Aktualisierung: Februar 2018
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